Was nun, was dann?

„Und das bedeutet: Pessimismus auf der ganzen Linie. Jawohl und durchaus. Mißtrauen in das Geschick der Literatur, Mißtrauen in das Geschick der Freiheit, Mißtrauen in das Geschick der europäischen Menschheit, vor allem aber Mißtrauen, Mißtrauen und Mißtrauen in alle Verständigung: zwischen den Klassen, zwischen den Völkern, zwischen den Einzelnen. Und unbegrenztes Vertrauen allein in I.G. Farben und die friedliche Vervollkommnung der Luftwaffe. Aber was nun, was dann?“

“Der Sürrealismus. Die letzte Momentaufnahme der europäischen Intelligenz”, 1929

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Zombie

Die Lehre von der ewigen Wiederkehr als ein Traum von den bevorstehenden ungeheuren Erfindungen auf dem Gebiete der Reproduktionstechnik.

— Walter Benjamin, Zentralpark

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Waren im Stadium ihrer Ausstellung

Das Herausreißen der Dinge aus den ihnen geläufigen Zusammenhängen – das bei den Waren im Stadium ihrer Ausstellung normal ist – ist ein für Baudelaire sehr kennzeichnendes Verfahren. Es hängt mit der Zerstörung der organischen Zusammenhänge in der allegorischen Intention zusammen. Vgl. und martyre Strophe 3 und 5 in den Naturmotiven oder die Strophe von Madrigal Triste.

— Walter Benjamin, Zentralpark

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Das Labyrinth

Das Labyrinth ist die Heimat des Zögernden: Der Weg dessen, der sich scheut ans Ziel zu gelangen, wird leicht ein Labyrinth zeichnen. So tut es der Trieb in den Episoden, die seiner Befriedigung voraus gehen. So tut es aber auch die Menschheit(die Klasse), die nicht wissen will, wohin es mit ihr ausgeht.

— Walter Benjamin, Zentralpark

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Fleurs

Valencia, 2015

Blumen schmücken die einzelnen Stationen dieses Kalvarienbergs. Es sind die Blumen des Bösen.

— Walter Benjamin, Zentralpark

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Drop Your Hands

Arles, July 2026

“Drop your hands to your sides; they are heavy weights now at the ends of your arms […] reach out and grasp this photograph — small indistinct city street damp black pavement — mounds of earth to the left, poles, long low building, high bright spot from arc-lamp on its standard etc. in the low flat landscape. The muscles in your arms are rigid, the glossy photo surface crinkles in the clutching fingers of your hand your hand the knuckles now gone white. … (It’s the location of the camera which most often determines the character of the particular space — physically you are transferred right there.) As you clutch the photograph the image — a particular space — street curbstones, neat lawns etc., slips, vibrates, collapses under the pressure of your desires. All other photographs clatter on the floor. Now you are left with a single valued section — a single construction — and does it admit others? This condition of attachment will never admit of the ‘theory of sequences’.

David Campany — Jeff Wall: Picture for Women

 

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