The Buddha

as I passed by his house,

the Buddha glanced cursorily

at my shadow.

 

the Buddha holds the

whole world in his head and

so he held my shadow.

 

but here we look into

the Buddha’s head:

It is empty and

so is the world.

 

from: Photograph your shadow without photographing a shadow

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The Eye

The Eye, Schwetzingen, April 2019

 

The Eye

took on hard look

at my shadow and

only faint ripples

were moving across its surface

and even these were gone

after a while and all

lay still and dark,

like nothing ever had happened.

 

from: Photograph your shadow without photographing a shadow

 

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Shifting Phantasmagoria

 

How We Live, Duisburg, June 2017

We tell ourselves stories in order to live. The princess is caged in the consulate. The man with the candy will lead the children into the sea. The naked woman on the ledge outside the sixteenth floor is a victim of accidie, or the naked woman is an exhibitionist, and it would be “interesting” to know which. We tell ourselves that it makes some difference wether the naked woman is about to commit a mortal sin or is about to register a political protest or is about to be, the Aristophanic view, snatched back to the human condition by a the fireman in priest’s clothing just visible in the window behind her, the one smiling at the telephoto lens. We look for the sermon in the suicide, for the social or the moral lesson in the murder of five. We interpret what we see, select the most workable of the multiple choices. We live entirely, especially if we are writers, by the imposition of a narrative line upon disparate images, by the “ideas” with which we have learned to freeze the shifting phantasmagoria which is our actual experience.

Or at least we do for a while.

— Joan Didion, The White Album

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Wir sind dafür nicht verantwortlich

Bochum, April 2016

“Wir wissen”, sagte einer von ihnen, der über die Justizreform diskutiert hast, “dass die Welt, in der wir gelebt haben, nur noch in unserer Einbildung existiert. Unser persönliches Leben ist zu Ende; wenn wir jetzt mit Müh und Not unsere letzten Jahre hinbringen, wollen wir dabei nicht in den Zustand verfallen, in dem sich das moderne Europa befindet. Dieses Europa, wissen Sie, woran mich seine geistigen Ausdrucksformen erinnern?, an Maupassant Umnachtung, als er seine Exkremente aß. Das ist Europas heutiger Zustand. Wir sind dafür nicht verantwortlich. Doch man soll uns nicht vorwerfen, dass wir kein Interesse an der Gegenwart haben; wir ziehen es vor, unsere antiquierte Lebensweise zu bewahren und zu lebenden Hieroglyphen zu werden.”

— Gaito Gasdanow, Nächtliche Wege, 1941

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Tiergarten

“The editing process was difficult. I did not compile into a so called montage that followed the narrative structure: introduction, development, twist, and conclusion. Instead, I tried to include as many photographs as possible like an endless tape without a beginning and or end.”

Takashi Yutaka

 

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The Real World

Photography is always surreal and in its changes of scale and its constant juxtapositions, and in comprising both the conscious and unconscious images of a reality no longer present. Reality is being transformed into a colossal photograph, and the photomontage already exists: it’s called the real world.

— Luigi Ghirri, Milan 1979

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Bedürfnis nach frischer Luft

Der Destruktive Charakter

Es könnte einem geschehen, daß er, beim Rückblick auf sein Leben, zu der Erkenntnis käme, fast alle tieferen Bindungen, die er in ihm erlitten habe, seien von Menschen ausgegangen, über deren »destruktiven Charakter« alle Leute sich einig waren. Er würde eines Tages, vielleicht zufällig, auf diese Tatsache stoßen, und je härter der Chock ist, der ihm so versetzt wird, desto größer sind damit seine Chancen für eine Darstellung des destruktiven Charakters.

Der destruktive Charakter kennt nur eine Parole: Platz schaffen; nur eine Tätigkeit: räumen. Sein Bedürfnis nach frischer Luft und freiem Raum ist stärker als jeder Haß.

Der destruktive Charakter ist jung und heiter. Denn Zerstören verjüngt, weil es die Spuren unseres eigenen Alters aus dem Weg räumt; es heitert auf, weil jedes Wegschaffen dem Zerstörenden eine vollkommene Reduktion, ja Radizierung seines eignen Zustands bedeutet. Zu solchem apollinischen Zerstörerbilde führt erst recht die Einsicht, wie ungeheuer sich die Welt vereinfacht, wenn sie auf ihre Zerstörungswürdigkeit geprüft wird. Dies ist das große Band, das alles Bestehende einträchtig umschlingt. Das ist ein Anblick, der dem destruktiven Charakter ein Schauspiel tiefster Harmonie verschafft.

Der destruktive Charakter ist immer frisch bei der Arbeit. Die Natur ist es, die ihm das Tempo vorschreibt, indirekt wenigstens: denn er muß ihr zuvorkommen. Sonst wird sie selber die Zerstörung übernehmen.

Dem destruktiven Charakter schwebt kein Bild vor. Er hat wenig Bedürfnisse, und das wäre sein geringstes: zu wissen, was an Stelle des Zerstörten tritt. Zunächst, für einen Augenblick zumindest, der leere Raum, der Platz, wo das Ding gestanden, das Opfer gelebt hat. Es wird sich schon einer finden, der ihn braucht, ohne ihn einzunehmen.

Der destruktive Charakter tut seine Arbeit, er vermeidet nur schöpferische. So wie der Schöpfer Einsamkeit sich sucht, muß der Zerstörende fortdauernd sich mit Leuten, mit Zeugen seiner Wirksamkeit umgeben.

Der destruktive Charakter ist ein Signal. So wie ein trigonometrisches Zeichen von allen Seiten dem Winde, ist er von allen Seiten dem Gerede ausgesetzt. Dagegen ihn zu schützen, ist sinnlos.

Der destruktive Charakter ist gar nicht daran interessiert, verstanden zu werden. Bemühungen in dieser Richtung betrachtet er als oberflächlich. Das Missverstandenwerden kann ihm nichts anhaben. Im Gegenteil, er fordert es heraus, wie die Orakel, diese destruktiven Staatseinrichtungen, es herausgefordert haben. Das kleinbürgerlichste aller Phänomene, der Klatsch, kommt nur zustande, weil die Leute nicht mißverstanden werden wollen. Der destruktive Charakter läßt sich mißverstehen; er fördert den Klatsch nicht.

Der destruktive Charakter ist der Feind des Etui-Menschen. Der Etui-Mensch sucht seine Bequemlichkeit, und das Gehäuse ist ihr Inbegriff. Das Innere des Gehäuses ist die mit Samt ausgeschlagene Spur, die er in die Welt gedrückt hat. Der destruktive Charakter verwischt sogar die Spuren der Zerstörung.

Der destruktive Charakter steht in der Front der Traditionalisten. Einige überliefern die Dinge, indem sie sie unantastbar machen und konservieren, andere die Situationen, indem sie sie handlich machen und liquidieren. Diese nennt man die Destruktiven.

Der destruktive Charakter hat das Bewusstsein des historischen Menschen, dessen Grundaffekt ein unbezwingliches Misstrauen in den Gang der Dinge und die Bereitwilligkeit ist, mit der er jederzeit davon Notiz nimmt, daß alles schief gehen kann. Daher ist der destruktive Charakter die Zuverlässigkeit selbst.

Der destruktive Charakter sieht nichts Dauerndes. Aber eben darum sieht er überall Wege. Wo andere auf Mauern oder Gebirge stoßen, auch da sieht er einen Weg. Weil er aber überall einen Weg sieht, hat er auch überall aus dem Weg zu räumen. Nicht immer mit roher Gewalt, bisweilen mit veredelter. Weil er überall Wege sieht, steht er selber immer am Kreuzweg. Kein Augenblick kann wissen, was der nächste bringt. Das Bestehende legt er in Trümmer, nicht um der Trümmer, sondern um des Weges willen, der sich durch sie hindurchzieht.

Der destruktive Charakter lebt nicht aus dem Gefühl, daß das Leben lebenswert sei, sondern daß der Selbstmord die Mühe nicht lohnt.

—Walter Benjamin

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WE ARE THE CONSUMTARIAT

Greetings from Budapest

(we are) the “Consumtariat”: The idea, that in developed countries, the lower class is no longer a proletariat but a class of consumers kept satisfied with cheap, mass-produced commodities, from genetically modified food to digitalized mass culture.

Slavoj Zizek, Living in the End Times

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